Individualsoftware

Individualsoftware setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: Individuell und Software.

Software – das Produktionsmittel moderner Unternehmen

Stellen Sie sich einen Steuerberater vor: Diese Unternehmen verdienen ihr Geld damit, dass sie Mitarbeiter bezahlen, eingekaufte Software zu bedienen. Diese Dienstleistung wird dann an Sie weiterverkauft.

Software ist das, was früher größtenteils durch Menschen durchgeführt wurde: Ihre Geschäftsprozesse abzuwickeln. Der Einzelhändler berät seinen Kunden, zeigt ihm das Sortiment, gibt Zusatz-Informationen und kassiert am Ende ab.

Online-Shops tun heute dasselbe: Sie zeigen das Sortiment mit Bildern und Beschreibungen, Beratung findet entweder mit Videos, Texten oder Online-Konfiguratoren statt. Am Ende kassieren sie ab.

Software erlaubt also, Unternehmen aufzubauen, die voll automatisch arbeiten, Geld verdienen und auch ohne großen Aufwand wachsen können.

Die Niesche der speziell angefertigten Software

Der Vorteil von Software gegenüber zum Beispiel Maschinen ist, dass diese beliebig kopiert werden kann oder, im Zeitalter der Cloud, von beliebig vielen Nutzern gleichzeitig genutzt werden kann. Das vervielfacht zwar ihren Nutzen, gleicht aber gleichzeitig Wettbewerbsvorteile wieder aus.

Individualsoftware dagegen wird per Definition nur von einem einzigen Unternehmen genutzt und speziell für dieses angefertigt.  Das ist teuer und wird folglich nur gemacht, wenn sich die Firma einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Einsatz von Standardsoftware erhofft.

Dieser Wettbewerbsvorteil wird vor allem durch Einsparungen erreicht: Anstatt dass Mitarbeiter Informationen auf Papier schreiben müssen, dieses quer durch die Firma transportieren müssen, es an Anschlagtafeln heften und nochmals Laufwege absolvieren, um es zu archivieren, bietet die Lösung per Individual-Software das Abrufen und Speichern auf einen Klick an.

Standardsoftware ist dadurch charakterisiert, dass sie an tausende Kunden verkauft wird. Dadurch müssen tausende Firmen ihre Prozesse so anpassen, dass diese mit der Software abgebildet werden. Für Innovationen oder Verbesserungen ist dann kein Platz mehr.

Insbesondere kompliziertere Zusammenhänge kann Standardsoftware schlecht darstellen, zum Beispiel das Sonderangebot eines Wett-Anbieters, für das eigene Spielregeln gelten. Oder ein Produktionsbetrieb, der seine Aufträge auf eine ganz bestimmte Weise kalkulieren will und die Kalkulations-Daten nach Auftragsbestätigung auch ins Produktions-Sytem übernehmen will.

Fazit

Individualsoftware ist ein spannendes Thema für alle Unternehmen, die aktiv ihre Geschäftsprozesse optimieren wollen.