Was ist Low Code?

Softwareentwicklung schien jahrelang in einer Sackgasse angelangt zu sein: teure Individualsoftware, bei der jedes Projekt mit extremen Kinderkrankheiten startet versus Standardsoftware, die von Features überflutet ist, nur um möglichst vielen Kunden gerecht zu werden.

Low Code springt in diese Lücke und bietet für spezielle Software-Arten fertige Editoren. Modellbasiert heißt das Stichwort: Anstatt Code zu schreiben, zeichnet man ein Diagramm, zum Beispiel von einem Workflow: Mitarbeiter 1 holt den Neukunden heran, Mitarbeiter 1 konfiguriert die Bestellung, Mitarbeiter 2 kümmert sich nach Auftragserteilung um die Produktion und Mitarbeiter 3 sitzt am Telefon und kann alte Aufträge wieder herauskramern, sollte es zu einer Reklamation kommen.

Dabei gibt es sowohl sehr spezielle Low Code Plattformen, die sich z.B. auf CRM-Anwendungsfälle spezialisieren, als auch allgemeinere App-Baukästen. Low Code behandelt dabei meist Standard-Situationen wie z.B. einen Workflow oder ein Datenbank-Schema. Speziellere Funktionen können dann mit traditioneller Programmierung ergänzt werden.

Gerade für große Unternehmen sind Low Code Lösungen interessant: Diese müssen sehr komplexe Szenarien in digitale Geschäftsprozesse pressen. Mit traditioneller Entwicklung kommt man schnell an seine Grenzen: Das Projekt würde 5 Jahre und länger dauern und hätte eine hohe Wahrscheinlichkeit zu scheitern. Mit einer Low Code Plattform sieht man hingegen schon nach wenigen Wochen, ob die Lösung in die richtige Richtung geht.

Fazit

Durch die Verwendung von Low Code kann man das Tempo für die Entwicklung von Software um den Faktor 4x-10x steigern (Quelle). Es wird nicht lange dauern, bis der Großteil aller Individualsoftware-Entwicklungen mit der Unterstützung von Low Code Plattformen umgesetzt werden wird.

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